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Energetische Sanierung von Baudenkmalen

Ein neuer Beitrag auf der Internet-Seite DenkmalDebatten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) thematisiert den bei Sanierung von Denkmalen immer häufiger auftretenden Konflikt von Denkmalschutz und Klimaschutz. Angesichts schrumpfender Ressourcen und des globalen Klimawandels spielt die energetische Ertüchtigung von Gebäuden zunehmend eine Rolle.
Denkmalen ist, schon aufgrund ihres Alters, das Prinzip der Nachhaltigkeit immanent und ihre Energiebilanz günstig, doch zur Verbesserung ihres aktuellen Energieverbrauchs und Nutzungskomforts werden unwiederbringliche historische Bauzeugnisse häufig auf Kosten ihrer Substanz "energetisch aufgerüstet". Seit dem 1. April 2012 gibt es für die energetische Optimierung von Baudenkmalen und Altbauten den Förderbaustein "Effizienzhaus Denkmal", mit dem die denkmalgerechte Sanierung unter Schutz gestellter Gebäude sowie besonders
erhaltenswerter Bausubstanz unterstützt wird. Die DSD hat einen solchen Schritt im Rahmen eines Bündnisses von Denkmalschutzorganisationen gefordert und begrüßt die Einführung des KfW-Programms.

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Berlin: "Der dressierte Mann"

Ausgerechnet am Abend, an dem Bastian Helen mit einem Candle-Light-Dinner und einem Verlobungsring zu Hause überraschen möchte, wird es bei seiner Freundin etwas später. Der Chef hat ihr den Job als Chief Executive Officer angeboten, auf den Bastian allerdings selbst insgeheim spekuliert hatte. Statt Romantik gibt es nun eine handfeste Beziehungskrise, denn welcher Mann erträgt es schon, wenn ihn seine Partnerin auf der Karriereleiter überholt? Während Helen darum ringt, eigene Ambitionen, die gekränkte Eitelkeit ihres Freundes und Familienplanung miteinander zu vereinen, treten ungebeten Mutter und Schwiegermutter auf den Plan. Gnadenlos pragmatisch entwickeln die beiden die weibliche Strategie fürs 21. Jahrhundert: Denn wenn die Frau selbst für Wohlstand und Sicherheit sorgen kann, wozu braucht sie dann noch einen Mann...? nächste Aufführung am 17.05.2012

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Berlin, Potsdam, Schwante: "Candide"

Aller guten Dinge sind drei: Das Hexenkessel Hoftheater feiert im Juni gleich an drei romantischen Orten Premiere mit „Candide“ – in den Schlossparks von Sanssouci in Potsdam und in Schwante sowie im Monbijoupark in Berlin. Die satirische Novelle des französischen Philosophen Voltaire kommt als Commedia dell’Arte mit viel Witz, Aktion und inhaltlichem Biss daher. Der einfach gestrickte Held Candide mit Figaros Vielfältigkeit, Truffaldinos Einfältigkeit, Leporellos Grausamkeit und Papagenos Sorglosigkeit – rundum eine typische Figur der italienischen Commedia – wird aus seinem Heimatschloss verbannt und begibt sich auf die Suche nach dem Glück. In einer turbulenten Handlung wird sein fröhlicher Optimismus auf eine harte Probe gestellt. Auf seiner Reise um die halbe Welt gerät Candide in zahlreiche Unglückssituationen mit fabelhaften Wendungen. Regisseur Alberto Fortuzzi, ein Meister der Commedia dell’Arte, bringt „Candide“ als ein Feuerwerk aus ausgeklügeltem Maskenspiel und ausgelassener Mimik auf die Bühne. Er beschreibt sein Credo der Inszenierung so: „Wir leben zwar in der besten aller möglichen Welten, doch Anstrengung, Schmerz, Glück und Liebe bleiben ihre Grundbausteine. Und das wollen unsere Komödianten um Candide zeigen.“ Das Hexenkessel Hoftheater eröffnet mit „Candide“ das Heckentheater Friedrich des Großen im Park Sanssouci: Am 20.05.2012 weihen die Freunde der Preußischen Schlösser und Gärten e.V. gemeinsam mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg das friderizianische Heckentheater am Neuen Palais in Potsdam ein. Das Gartentheater wurde nach historischem Vorbild wieder hergestellt und ist als Gartendenkmal ein wichtiger Bestandteil friderizianischer Gartenkunst im Park Sanssouci. Das Hexenkessel Hoftheater freut sich sehr, anlässlich dieser Eröffnung „Candide“ als Commedia dell’Arte erstmals zu zeigen. Damit kehrt nach nahezu 200 Jahren wieder Spielfreude in das Heckentheater ein. Die Berlin-Premiere von „Candide“ am 08.06.2012 ist zugleich die Eröffnung der Theater-Sommer-Saison des Hexenkessel Hoftheaters im ehemaligen Schlosspark Monbijou. Jedes Jahr aufs Neue begeistern die Aufführungen hier im Amphitheater, einer der schönsten Berliner Open Air Bühnen, die Besucher und offerieren ihnen einen erfrischend sinnlichen Zugang zu den Klassikern. Zum Auftakt der 18. Brandenburger Landpartie am Wochenende 09.06. und 10.06.2012 ist der Schlosspark in Schwante im Norden Berlins Kulisse für „Candide“.

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Leipzig: TANZOFFENSIVE 2012

tanzoffensiveplakat.Vom 05. bis 12.05.2012 lädt das LOFFT zum Festival für aktuellen Tanz ein. Fünf deutsche und internationale Produktionen hat das Theater nach Leipzig eingeladen, die den Mut haben, Geschichten zu erzählen. Durch den verhangenen Bühnenhorizont kämpfen sich Tänzer und Choreografen wieder hervor, erzählen frisch und neugierig von Figuren und Ereignissen
unserer jüngeren Geschichte. Das diesjährige Programm der TANZOFFENSIVE setzt auf Brisanz und Substanz: Die niederländische Compagnie T.R.A.S.H. zündet am 05.05.2012 mit der kleinsten gesellschaftlichen Einheit Zweisamkeit die ersten Bomben an der Grenze des physisch Vorstellbaren. PENG! PALAST aus der Schweiz starten den bitterbösen HOLYCOASTER am 06.05.2012 in die tiefsten Abgründe deutscher Geschichte. Die hat auch CHRISTOPH WINKLER schon gesehen und nimmt uns mit auf eine Reise der Radikalisierung des Terroristen Andreas BAADER am 11.05.2012. Dazwischen streut JELENA KOSTIC mit MARCH am 09. und 10.05.2012 die geballte Wut der gegenwärtigen Welt-Revolten. Zum Abschluss am 12.05.2012 geht JENNIFER OCAMPO MONSALVE an die Grenzen des Mensch-Seins von Geiseln im Dschungelkrieg Kolumbiens: Woran sich festhalten, wenn nichts mehr bleibt?

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A Whisper In The Noise – Liebe zum Detail im UT Connewitz Leipzig

whisper1 Die Rezension vom 28.04.2012
Zum Ausklang eines sonnigen und warmen Frühlingstages haben sich A Whisper In The Noise aus dem nordamerikanischen Minnesota im Leipziger UT Connewitz angesagt. Doch bevor sie ihren mit Spannung erwarteten Auftritt beginnen sind Garda aus Dresden als Support an der Reihe. Besser gesagt, ihr Nukleus, bestehend aus Kai Lehmann (Vocals, Guitars) und Ronny Wunderwald (Drums, Percussions). Garda, wer denkt da nicht zuerst an den malerischen See in Norditalien und das dazu passende Belcanto? Damit hat ihre Musik mitnichten zu tun, wir können hier einer zupackenden Variante von Americana zuhören. Sie haben gerade ihre aktuelle CD “A Heart Of Pro” veröffentlicht, die im Musikmagazin “eclipsed” sehr lobend rezensiert wurde. Ihr Auftritt ist fesselnd, die Stimme von Kai Lehmann bringt sie Stimmung der einzelnen Songs sehr gut rüber, Ronny Wunderwald ist ein kompetenter Begleiter.

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Ein seltsames Paar von Neil Simon am Schlossparktheater Berlin

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Die Rezension von der Premiere am 28.04.2012


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Es gibt Stücke, die sind unverwüstlich und tauchen zu Recht immer wieder in den Spielplänen der Theater auf. Dazu gehört auch Neil Simons "Ein seltsames Paar". Oscar, der nach seiner Scheidung allein in einer Achtzimmer-Wohnung und in ziemlichem Chaos wohnt, bietet Felix, einem Freund aus der Pokerrunde, den seine Frau rausgeschmissen hat, an, bei ihm einzuziehen. Felix, der etwas hypochondrisch veranlagt ist, bringt mit seinem Putz-Tick den Gastgeber nach und nach zur Verzweiflung, vermasselt ihm sogar ein geschickt arrangiertes Date. Jetzt erlebte das Stück seine Premiere am Schlossparktheater und die Pointen, die gekonnt auf der Klaviatur der Klischees spielen, funktionierten auch dieses Mal wieder. Darauf scheint sich Adelheid Müther so sehr verlassen zu haben, dass sie alles lediglich brav vom Blatt spielen ließ. Glücklicherweise hatten die Darsteller der beiden Schwestern und der Poker-Runde (Debora Weigert, Anne Rathsfeld, Harald Effenberg, Georg Tryphon, Raimond Knoll und Kristian Wanzl) genug darstellerisches Vermögen, um sich mit klaren Figuren gut über die Runden zu retten.

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Ein Wochenende im Renaissancetheater Berlin

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Die Rezension vom 28.und 29.04.2012


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Jeder Poker-Spieler könnte neidisch werden. 2 Mal hintereinander Full House im Renaissancetheater. Und das trotz sommerlicher Temperaturen in Berlin. Zunächst versprachen am Sonnabendnachmittag Horst Pillau und Hans-Jürgen Schatz "Wir lernen Ihnen Deutsch" und sahen sich unsere Sprache gründlich an. Da wurden Aussprüche von Politikern und Sportlern, Gebrauchsanweisungen, Neudeutsch (sprich: Denglisch), die Jugendsprache und einiges mehr unter die Lupe genommen. Das dauerte immerhin zwei Stunden, aber es war zu keiner Zeit langweilig. Horst Pillau führte mit feiner Ironie und ohne erhobenen Zeigefinger von einem Thema zum anderen. Hans-Jürgen Schatz übernahm den rezitatorischen Hauptpart und es war beeindruckend, wie viele gestalterische Varianten er für die unterschiedlichen Texte fand. Mir hat auch sehr gefallen, dass der Nachmittag mit einem Beispiel höchster Sprachkultur, Goethes "Osterspaziergang", ausklang. Eingedenk der mahnenden Worte Horst Pillaus werde ich mich hüten, die Veranstaltung "toll" zu nennen. Sie war intelligent, witzig, anregend, manchmal überraschend – kurz: lohnend.

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Der dressierte Mann von John von Düffel nach dem gleichnamigen Bestseller von Esther Vilar im Theater am Kurfürstendamm

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Die Rezension von der Premiere am 22.04.2012
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Dieses Mal hat John von Düffel also keinen Roman für die Bühne adaptiert, sondern sich das Pamphlet "Der dressierte Mann" von Esther Vilar, das in den 70er Jahren die Feministinnen provozierte, als Ausgangspunkt für eine spritzige Boulevardkomödie genommen, in die er einige ihrer Thesen mit einfädelt. Das woanders bereits erfolgreich gespielte Stück hatte nun im Theater am Kurfürstendamm Premiere. Bastian will sich bei einem romantischen Candle-Light-Dinner mit seiner Freundin Helen verloben. Dass sie sich verspätet wäre noch nicht so schlimm, läge der Grund dafür nicht in einem Jobangebot ihres gemeinsamen Chefs. Sie soll die Stelle bekommen, mit der Bastian gerechnet hatte, und künftig 10x soviel verdienen wie er. Helen weiß nicht, wie sie ihren Wunsch nach Karriere und den nach einer Hochzeit unter einen Hut bringen soll. Doch die Mütter der beiden, Konstanze Engelbrecht und Dr. Elisabeth  Schröder-Röder, zwei Frauen, deren Positionen eigentlich nicht unterschiedlicher sein können,  nehmen die Sache gemeinsam in die Hand. Das turbulente Stück hat in den Dialogen eine hohe  Pointendichte und Martin Woelffer inszenierte es deftig und temporeich.

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Motorpsycho & Ståle Storløkken – Gigantisches Klanggemälde im Conne Island Leipzig

mo1 Die Rezension vom 19.04.2012
Das Album “The Death Defying Unicorn” sorgt seit seinem Erscheinen Anfang 2012 für einen regen Meinungsaustausch unter Musikliebhabern. Es entstand aus der Zusammenarbeit der norwegischen Heavy Psych Band Motorpsycho mit dem Jazzkeyboarder Ståle Storløkken, dem Trondheim Jazz Orchestra, den Trondheim Solistene und dem Geiger Ola Kvernberg, Weitestgehender Konsens herrscht darüber, dass der Versuch, sich der Musik über das Anhören einzelner Titel anzunähern, zum Scheitern verurteilt ist. Dieses Werk erschließt sich nur, wenn man sich der Mühe (vielleicht wäre Lust der bessere Ausdruck) unterzieht, die knapp eineinhalb Stunden Musik im Stück zu inhalieren und das möglichst mehrmals. Das Ganze ist ein Konglomerat aus Prog a la King Crimson, Yes und Van Der Graaf Generator, Jazz, Psychedelic Rock und Klassik. Während ihrer Tour durch Europa sind im April 2012 auch mehrere Konzerte in Deutschland angesagt, Leipzig hat das Glück, dass die Norweger im Conne Island Station machen. Das Album wird live vorgestellt, die Besetzung reduziert sich auf Motorpsycho mit Kenneth Kapstad (Drums), Hans Magnus Ryan (Guitar, Vocals) und Bent Sæther (Bass, Vocals) sowie Ståle Storløkken an den Keyboards. Zugange ist also die Kernbesetzung des Werkes und die Frage lautet, lässt sich ein dermaßen komplexes Werk eigentlich in sozusagen filetierter Form adäquat wiedergeben? Es geht.

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Berlin: "Ein seltsames Paar"

Als Felix nach zwölfjähriger Ehe von seiner Frau Frances vor die Tür gesetzt wird, nimmt Oscar ihn bei sich auf. Beide versprechen sich von dieser Zweckgemeinschaft nur Vorteile: halbe Miete und Haushaltungskosten, denn sie müssen ja Alimente für ihre Geschiedenen zahlen. Doch was am Anfang aussieht wie eine ganz normale Männer-WG, entpuppt sich bald als eheliches Panoptikum, mit dem einzigen Unterschied, dass das ewig wischend und putzende Heimchen am Herd eben keine Frau, sondern ein Mann ist. Außer Staubsauger, Luftwaschfilter und diversen Kochutensilien hat Felix alle nur erdenklichen Desinfektionssprays in seiner Aussteuer und beginnt die Männerkiste  gnadenlos zu zerputzen. Aus Oscars originell-chaotischer Single-Behausung wird dank Felix´ unermüdlicher Schaffenskraft ein steriler und keimfreier Musterhaushalt. Der Boden glänzt, als ob er nass wäre, die Wäsche ist nicht nur sauber, sondern rein, und Oscar lernt, dass sich ein anständiger Mann beim Pinkeln hinzusetzen hat. Das Stück von Neil Simon in der Regie von Adelheid Müther feierte am 28.04.2012 Premiere im Schlossparktheater Berlin. nächste Aufführung am 23.05.2012

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