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Görlitz: Tag der offenen Sanierungstür am 19. Juni 2011

20 Jahre Stadtsanierung werden gefeiert mit einem Erlebnistag für jung und alt. Es ist ein schöner Zufall, dass die Stadt Görlitz zum 20. Geburtstag ihrer Stadtsanierung Austragungsort der 3. Sächsische Landesausstellung ist. Der frisch sanierte Kaisertrutz als zentraler Ausstellungsort wird in den kommenden Wochen Tausende von Gästen aus nah und fern in die Ausstellung locken. Die Stadtsanierer aus dem Stadtplanungs- und Bauordnungsamt erwarten zu ihrem besonderen Jubiläum ebenfalls eine Vielzahl interessierter Besucher. Eröffnet wird der Tag in der kürzlich seiner Bestimmung übergebenen neuen Jugendherberge auf der Peterstraße durch Oberbürgermeister Joachim Paulick und einer Bläsergruppe der Görlitzer Musikschule. Den ganzen Tag über ist in dem und um den Häuserkomplex eine Menge los.  Es werden dort sowohl die Planungen des Massageländes als auch das Neuordnungskonzept des Brückenparks vorgestellt.

Was in zwei Jahrzehnten Stadtsanierung alles passiert ist, vermittelt eine Ausstellung. Angesagt hat sich im Laufe des Tages mit flotten Rhythmen die Görlitzer Band The Dinky Sowbugs. Ansonsten und nicht ganz zufällig steht der diesjährige Tag der offenen Sanierungstür im Zeichen der vielen privaten Investoren von Wohn- und Geschäftshäusern in der Stadt. 13 sanierungsbedürftige, in der Sanierung befindliche oder gerade fertig gestellte Häuser sind am 19. Juni offen für neugierige Besucher. Immerhin sind es –was kaum einer weiß - die privaten Investoren, die eine Sanierung von Gemeindeeinrichtungen, Straßen und Plätzen mit Fördermitteln überhaupt erst möglich machen und den Erfolg der Stadtsanierung somit maßgeblich mitbestimmen. Denn das Förderrecht sieht immer eine ausgewogene Verteilung der vorhandenen Gelder auf private Objekte und Gemeinbedarfseinrichtungen, wie beispielsweise Kindergärten, Schulen und eben Kulturbauten vor.

Besonderer Anziehungspunkt des diesjährigen Tages der offenen Sanierungstür dürfte das Objekt Obermarkt 34 sein, vielen besser bekannt als "Schwibbogen". Hier entdeckte der Hauseigentümer bei den Bauarbeiten wertvolle Wandmalereien, welche aufgrund der noch nicht abgeschlossenen Konservierung nur von einer sehr begrenzten Anzahl Schaulustiger besichtigt werden können. Jeweils zehn Personen haben um 11.00, 13.00, 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr Zutritt ins Gebäude.
Kostenfreie Eintrittskarten werden im Vorfeld, am 14. Juni von 15.00 bis 18.00 Uhr, im Zimmer 055 der Jägerkaserne auf der Hugo-Keller-Straße 14 vergeben.

Außerhalb der Innenstadt wird auch in diesem Jahr wieder viel Sehenswertes geboten. In den Quartieren Bahnhof-, Landeskron-, Löbauer und Krölstraße ist jetzt die modellhafte Umgestaltung abgeschlossen, die Wegeverbindungen sind fertig gestellt und auch der Gründerzeitbeauftragte hat inzwischen dort in einem Büro seine Arbeit aufgenommen. Er wird sich in den nächsten Monaten darum kümmern, dass nun die umliegenden Häuser saniert werden. Auch ist ein Spielplatz noch in Planung. Außerdem wird es geheimnisvoll und abenteuerlich an diesem dritten Sonntag im Juni, denn der Bunker auf dem Sattigplatz wird für Führungen offen stehen.
 
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