Gunter Preuß: "Die Gewalt des Sommers"
In der Premierenlesung am 28.02.2012 stellte der Lychatz Verlag den neuen Roman des Leipziger Schriftstellers vor. Der dreizehnjährige Boris reist in ein Pionierferienlager auf die Ostseeinsel Rügen. Zum ersten Mal ist er so weit von zu Hause entfernt. Der Junge wächst unter schwierigen familiären Bedingungen auf: Er ist vom plötzlichen, ungeklärten Tod seiner Mutter traumatisiert. Seinen Vater hatte er bereits vor Jahren verloren, als dieser in den Westen floh. Das Leben im Lager wird weitgehend von dem jungen Pionierleiter Womacka und dem Lehrer Standke bestimmt. Boris hängt sich an den sportlichen und sicher wirkenden Pionierleiter. Lehrer Standke dagegen ist von Erwachsenen und Schülern wegen seiner Undurchschaubarkeit und Strenge, aber auch wegen seiner Informiertheit über alles und jeden gefürchtet. Beide benutzen den verunsicherten Jungen, um die politischen Schwachstellen des jeweils andern herauszufinden.
Gunter Preuß, 1940 in Leipzig geboren, schloss eine Lehre als Fernmeldemechaniker und ein Studium an der Fachschule für Artistik ab. Später studierte und lehrte er am Literaturinstitut J.R. Becher. Seit 1974 ist er als freischaffender Schriftsteller tätig. Für sein literarisches Wirken erhielt er unter anderem den Brüder-Grimm-Preis sowie den Kunstpreis der Stadt Leipzig.
Gunter Preuß: Die Gewalt des Sommers erschienen im Lychatz Verlag ISBN 978-3-942929-05-9
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