Leipzig: Sächsischer Literaturfrühling »Der Mars vor der Haustür«
Im Rahmen des Sächsischen Literaturfrühlings 2012, werden am 19.04.2012 Henner Kotte, Jan Flieger, Andreas Reimann und Bertram Reinicke ihre Texte aus der neu im VentVerlag erschienenen Antholgoie „Der Mars vor der Haustür“ vorlesen. Harmonie und Dissonanz, die Schönheit des Wortes und die Abgründe des Verbrechens, finden an diesem Abend zueinander. Für eine unterhaltsame Moderation sorgt der Autor Henner Kotte.
Jan Flieger ist Diplom-Wirtschaftsingenieur und war siebzehn Jahre lang Werkleitungsassistent eines Leipziger Industriebetriebs und nach der Wiedervereinigung ab 1992 Sprecher der Telekom AG in Leipzig. Seit 2000 ist er freier Schriftsteller. Er schreibt Kinderbücher, darunter auch Kinderkrimis, und seit 1985 auch Erwachsenenkrimis. Bereits vor der Wende erschienen
seine Bücher auch in Westdeutschland. 1988 bekam er den Theodor-Körner-Preis für Jugendbücher. Seit 1990 ist er Mitglied im Syndikat, der Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren.
Henner Kotte wurde 1963 in Wolgast geboren, wuchs in Dresden auf und lebt seit 1984 in Leipzig. Er hat ein Germanistikstudium in Leipzig, Moskau, Stuttgart und Dresden hinter sich, arbeitete als wissenschaftlicher Assistent, als Dozent für Deutsch als Fremdsprache, war Arbeitsloser, ABMler und ist heute Kulturredakteur beim Stadtmagazin BLITZ! 1997 bekam er den MDRLiteraturpreis
(für die Kurzgeschichte Taxi!, veröffentlicht in seinem Buch Natürlich tot!, Fünf Finger Ferlag), 1998 Bertelsmann-Förderung, 2001 den Silbernen Schreibtischtäter, einen hallischen Filmförderpreis, außerdem hat Henner Kotte seit 2001 eine eigene kriminalliterarische Talkshow, die Schwarze Serie in der Leipziger Moritzbastei.
Andreas Reimann wurde als Sohn eines Grafikerehepaares und Enkel von Hans Reimann geboren. Nach der Flucht des Vaters 1953 nach West-Berlin und dem Suizid der Mutter 1954 kam er in ein Kinderheim. Von 1956 an lebte er bei seiner Großmutter in Leipzig. Von 1963 bis 1965 absolvierte Reimann eine Schriftsetzerlehre und begann 1965 ein Literaturstudium am Institut für
Literatur »Johannes R. Becher« in Leipzig. Anfang 1966 wurde er wegen ablehnender Haltung gegenüber der Kulturpolitik der SED exmatrikuliert. Im gleichen Jahr wurde er zum Wehrdienst eingezogen und nach einem Suizidversuch entlassen. Danach war er freier Schriftsteller und Verlagslektor. Am 1. Oktober 1968 wurde er verhaftet und wegen staatsgefährdender Hetze zu zwei Jahren Haft verurteilt. Nach seiner Entlassung am 1. Oktober 1970 arbeitete er als Transportarbeiter, Brauereihilfsarbeiter und Lohnbuchhalter. In den siebziger Jahren erschienen zwei Gedichtbände von ihm, danach konnte er bis zur Wende 1989 nicht mehr veröffentlichen. Seit 1973 arbeitete Reimann mit Chansoninterpreten (u.a. Stephan Krawczyk, Barbara Kellerbauer, Detlef Hörold, Hubertus Schmidt), der Rockgruppe Lift und verschiedenen Komponisten zusammen.
Bertram Reinecke, geboren 1974 in Güstrow, wuchs in Mecklenburg auf und studierte zunächst Germanistik, Philosophie und Psychologie in Greifswald. 2006 ein Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Von ihm erschienen u. a. die Lyrikbände “An langen Brotleinen“ (Verlag Wiecker Bote 2000) und “Chlebnikov am Meer“ (Weiße Reihe 2003), Gedichte und Prosa in
Anthologien (z.B. “Quellenkunde“ Hg. von Norbert Hummelt und “Jahrbuch der Lyrik 08“ Hg. von Christoph Buchwald und Ulf Stolterfoht) und Zeitschriften. Außerdem erschienen poetologische sowie kunst-, literatur- und sprachkritische Arbeiten unter anderem in Akzente, bella triste, Message und beim Hessischen Rundfunk sowie im Internet (u.A. Lyrikkritik, L&Poe).
Der Sächsische Literaturfrühling ist eine von der Freien Literaturgesellschaft e.V. ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe, die in diesem Jahr zum 21. Mal stattfindet.
Datum: 19.04.2012
Uhrzeit: 20.15 Uhr
Ort: Lehmanns Media, Buchhandlung, Leipzig, Grimmaische Straße 10
Jan Flieger ist Diplom-Wirtschaftsingenieur und war siebzehn Jahre lang Werkleitungsassistent eines Leipziger Industriebetriebs und nach der Wiedervereinigung ab 1992 Sprecher der Telekom AG in Leipzig. Seit 2000 ist er freier Schriftsteller. Er schreibt Kinderbücher, darunter auch Kinderkrimis, und seit 1985 auch Erwachsenenkrimis. Bereits vor der Wende erschienen
seine Bücher auch in Westdeutschland. 1988 bekam er den Theodor-Körner-Preis für Jugendbücher. Seit 1990 ist er Mitglied im Syndikat, der Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren.
Henner Kotte wurde 1963 in Wolgast geboren, wuchs in Dresden auf und lebt seit 1984 in Leipzig. Er hat ein Germanistikstudium in Leipzig, Moskau, Stuttgart und Dresden hinter sich, arbeitete als wissenschaftlicher Assistent, als Dozent für Deutsch als Fremdsprache, war Arbeitsloser, ABMler und ist heute Kulturredakteur beim Stadtmagazin BLITZ! 1997 bekam er den MDRLiteraturpreis
(für die Kurzgeschichte Taxi!, veröffentlicht in seinem Buch Natürlich tot!, Fünf Finger Ferlag), 1998 Bertelsmann-Förderung, 2001 den Silbernen Schreibtischtäter, einen hallischen Filmförderpreis, außerdem hat Henner Kotte seit 2001 eine eigene kriminalliterarische Talkshow, die Schwarze Serie in der Leipziger Moritzbastei.
Andreas Reimann wurde als Sohn eines Grafikerehepaares und Enkel von Hans Reimann geboren. Nach der Flucht des Vaters 1953 nach West-Berlin und dem Suizid der Mutter 1954 kam er in ein Kinderheim. Von 1956 an lebte er bei seiner Großmutter in Leipzig. Von 1963 bis 1965 absolvierte Reimann eine Schriftsetzerlehre und begann 1965 ein Literaturstudium am Institut für
Literatur »Johannes R. Becher« in Leipzig. Anfang 1966 wurde er wegen ablehnender Haltung gegenüber der Kulturpolitik der SED exmatrikuliert. Im gleichen Jahr wurde er zum Wehrdienst eingezogen und nach einem Suizidversuch entlassen. Danach war er freier Schriftsteller und Verlagslektor. Am 1. Oktober 1968 wurde er verhaftet und wegen staatsgefährdender Hetze zu zwei Jahren Haft verurteilt. Nach seiner Entlassung am 1. Oktober 1970 arbeitete er als Transportarbeiter, Brauereihilfsarbeiter und Lohnbuchhalter. In den siebziger Jahren erschienen zwei Gedichtbände von ihm, danach konnte er bis zur Wende 1989 nicht mehr veröffentlichen. Seit 1973 arbeitete Reimann mit Chansoninterpreten (u.a. Stephan Krawczyk, Barbara Kellerbauer, Detlef Hörold, Hubertus Schmidt), der Rockgruppe Lift und verschiedenen Komponisten zusammen.
Bertram Reinecke, geboren 1974 in Güstrow, wuchs in Mecklenburg auf und studierte zunächst Germanistik, Philosophie und Psychologie in Greifswald. 2006 ein Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Von ihm erschienen u. a. die Lyrikbände “An langen Brotleinen“ (Verlag Wiecker Bote 2000) und “Chlebnikov am Meer“ (Weiße Reihe 2003), Gedichte und Prosa in
Anthologien (z.B. “Quellenkunde“ Hg. von Norbert Hummelt und “Jahrbuch der Lyrik 08“ Hg. von Christoph Buchwald und Ulf Stolterfoht) und Zeitschriften. Außerdem erschienen poetologische sowie kunst-, literatur- und sprachkritische Arbeiten unter anderem in Akzente, bella triste, Message und beim Hessischen Rundfunk sowie im Internet (u.A. Lyrikkritik, L&Poe).
Der Sächsische Literaturfrühling ist eine von der Freien Literaturgesellschaft e.V. ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe, die in diesem Jahr zum 21. Mal stattfindet.
Datum: 19.04.2012
Uhrzeit: 20.15 Uhr
Ort: Lehmanns Media, Buchhandlung, Leipzig, Grimmaische Straße 10
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