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Leipzig: "West Side Story"

1957 – mit der Uraufführung von WEST SIDE STORY wird die Musiktheater-Geschichte neu geschrieben: mutig, realistisch und vital. Kommenden Sommer können Sie den Broadway-Klassiker endlich wieder an den großen Bühnen Deutschlands erleben – randvoll mit unvergesslichen Songs wie Maria, Tonight, Somewhere, America, und I Feel Pretty und in der Produktion, die anlässlich des fünfzigjährigen Jubiläums der WEST SIDE STORY Publikum und Kritik in Atem hielt, mit ausverkauften Häusern u.a. in London, Paris, Sydney, Tokio, Peking und Wien. Lassen Sie sich am 2012 von der hochemotionalen, spannungsgeladenen Neuinszenierung dieses grandiosen Meisterwerks begeistern! nächste Aufführung 15.07.2012

Mit der bahnbrechenden Choreografie des legendären Jerome Robbins, dem Buch von Arthur Laurents und der unvergesslichen Musik von Leonard Bernstein zu den Texten Stephen Sondheims entstand ein Meisterwerk, das bis heute nichts von seiner Brisanz und Aktualität verloren hat. Die Filmversion der WEST SIDE STORY wurde mit sagenhaften zehn Academy Awards (u.a. in der Kategorie „Bester Film“) ausgezeichnet. Erleben Sie im kommenden Sommer die pulsierende Inszenierung des Regisseurs und Choreografen Joey McKneely.

Der am Broadway sowie international hochangesehene Choreograf kann auf eine enge Zusammenarbeit mit Jerome Robbins zurückblicken und präsentiert dessen Originalchoreografie so frisch, als hätte sie eben erst Premiere gefeiert. Die jungen, in New York gecasteten Darsteller interpretieren sie mit umwerfender Energie und technischer Brillanz, getragen von musikalischen wie darstellerischen Höchstleistungen. Musikalisch besticht das exzellente Orchester unter der Leitung des weltweit renommierten Dirigenten und Komponisten Donald Chan.

Datum: 15.07.2012
Uhrzeit: 15.00 und 20.00 Uhr
Ort:         Opernhaus Leipzig

Eine Geschichte so alt wie dieWelt: Zwei junge Menschen begegnen einander, verlieben sich und schwören sich ewige Treue. Die Herkunft aus unterschiedlichen Kulturen wird ihnen zur Kluft, lässt das ersehnte Glück auf eine gemeinsame Zukunft wie einen Traum zerschellen: Intoleranz, Unverständnis und Hass zweier verfeindeter Lager werden zum Schicksal der Liebenden. West Side Story erzählt eine solche Geschichte. Das Stück, das seit seiner Uraufführung am 26. September 1957 am Winter Garden Theatre in New York unzählige Inszenierungen erfuhr – sei es in der Originalproduktion von Jerome Robbins, sei es in der legendären Filmversion von 1961 oder in den zahlreichen Adaptionen, welche in den unterschiedlichsten Sprachen, Ausstattungen,

Choreografien und Regiekonzeptionen auf allen erdenklichen Bühnen derWelt zur Aufführung gelangen – wurde ein wegweisender Meilenstein des modernen Musicals. DasWerk allerdings in seinem ursprünglichen Gedanken authentisch und dennoch vollkommen frisch zu präsentieren, ist
ein besonderes Unterfangen, stellt doch Jerome Robbins‘ Tanzvokabular neben Musik und Buch ein signifikantes Element des Handlungsgeflechts dar. Die unvergessenen Kompositionen im Ohr, ruft West Side Story in der Erinnerung eine Flut an ebenso eindrücklichen Bildern hervor: die Tristesse der umzäunten Hinterhöfe in einem heruntergekommenen New Yorker Distrikt, eine nächtliche Straßenschlucht in fahlem, gespenstischem Licht oder ein kleiner Brautladen, in dem sich Maria und Tony ewige Treue schwören. Noch das rhythmische Fingerschnipsen der rastlosen „Jets“ und das Aufheulen von Polizeisirenen in allen Gliedern spürend, erhebt sich das kehlige Lachen der Puerto Ricanerinnen mit fliegenden Beinen über die Dächer der Stadt. Jugendliche Energie auf Hochspannung und allzeit bereit – mal raubkatzengleich das Revier durchstreifend, mal schnell wie ein Blitz um die Häuser jagend, mal mitreißend brillant bei atemberaubendem Tanz. Mambo trifft Rock’n’Roll. Und trifft ins Herz, da wo die Liebe blind macht für alles, was Realität ist. Glück, Hoffnung, und ein klein wenig Zärtlichkeit trotzen der steten Gefahr, denn Zukunft liegt Somewhere, liegt irgendwo.

Irgendwo hatte das alles natürlich auch seinen Ursprung und von der Idee Jerome Robbins’, die Liebestragödie von Shakespeares „Romeo und Julia“ in einem zeitgemäßen Stück neu umzusetzen bis zu seiner Realisierung, war es ein langerWeg. Und ein genialer dazu. Genial, nicht weil man die berühmte Balkonszene auf eine New York-typische Feuerleiter verlegt hatte, sondern
genial hinsichtlich der komplexen Gesamtkomposition des Werkes, das durch seine dramaturgisch geglückte Verschmelzung von musikalischem, sprachlichem und choreografischem Vokabular gänzlich besticht. Das Libretto mit seinen knappen Dialogen in der prägnanten, brillanten
Sprache Arthur Laurents’ ist eines der kürzesten Bücher, das innerhalb seines Genres je konzipiert und geschrieben wurde. Schon mit den ersten, sich zu einem Bild manifestierenden Takten und dem Auftauchen der beiden verfeindeten Straßengangs wird der Zuschauer unmittelbar in den Plot katapultiert, taucht ein in den Mikrokosmos des Immigrantenviertels an der Upper West Side von New York City. Fast filmisch reihen sich die Ereignisse des temporeichen Geschehens aneinander und das Publikum ist gefangen von einer Handlung, die nur wenige Stunden zweier aufeinanderfolgender Tage umfasst. Liebesromanze, Psychothriller, Action-Krimi und dokumentarische Gesellschaftsstudie in einem. Ein Wechselbad an Emotionen, was sich Hollywood nicht entgehen ließ.
 
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