Einen neuen Weg will die Buchbranche beim Urheberrecht gehen. Mit dieser Vorgabe eröffnete der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Gottfried Honnefelder, die Buchtage Berlin 2012. „Es ist Zeit für eine Wende“, sagte Honnefelder. „Zum einen müssen wir unsere Position überprüfen. Zum anderen müssen wir den jetzigen Zeitpunkt nutzen, um mit denen ins Gespräch zu kommen, die Veränderungsbedarf beim Urheberrecht in Hinblick auf die digitalen Zeiten sehen.“ Der Börsenverein werde bis zur Frankfurter Buchmesse 2012 Grundlagen eines modernen Urheberrechts aus Sicht der Buchbranche erarbeiten. Das Netz stelle ohne Zweifel eine neue Herausforderung für Kommunikation und kulturelle Entwicklung dar. „Deshalb müssen wir akzeptieren, dass das Urheberrecht zumindest in bestimmten Bereichen hinter der neuen Lebenswirklichkeit und den Gesetzen der Internetkommunikation zurück bleibt“, sagte der Vorsteher des Börsenvereins. In bestimmten Bereichen, wie der sozialen Kommunikation im Netz, könne es die Entfaltung von Kreativität eher hindern als fördern. Doch das könne nicht im Interesse der Buchbranche sein. „Als Kulturbranche sind wir aufgerufen, Rahmenbedingungen zu setzen, um dann Voraussetzungen zu schaffen, die für Entfaltung, Stimulierung und Fortentwicklung der Kreativität nötig sind“, so Honnefelder.
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Standortbestimmung und Aufbruch: Das Urheberrecht steht zur Eröffnung der Buchtage Berlin 2012 am Donnerstag, dem 21.06.2012, im Zentrum. Es sprechen der Vorsteher des Börsenvereins, Dr. Gottfried Honnefelder, und der Verleger und Autor Michael Krüger (Carl Hanser Verlag). Mit der Podiumsdiskussion zwischen der Autorin Sibylle Lewitscharoff, dem Verleger Helge Malchow, dem Vorsitzenden des Verbands der Schriftsteller (VS) Imre Török und Christian Stöcker (Leiter der Netzwelt bei Spiegel-Online) eröffnet der Börsenverein dann den Gedankenaustausch über ein Urheberrecht, das die kulturelle Kommunikation im Netz nicht behindert, sondern anstößt.
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Bund und Länder startet Initiative „Buchhandel ins Netz!“ - Arbeitsgruppe legt Analyse vor
Fit fürs Netz sollen die stationären Buchhändler werden. Zu den Buchtagen Berlin 2012 starten deshalb die Landesverbände und die Regionalgeschäftsstelle NRW zusammen mit dem Bundesverband in Frankfurt / M. eine Initiative, zur Optimierung der Webauftritte der Mitglieder aus dem Sortiment. Zentraler Bestandteil ist die Roadshow „Buchhandel ins Netz!“. Bücher zählen zu den beliebtesten und bestverkäuflichsten Waren im Internet, zudem ist der Online-Umsatz auf dem Buchmarkt auch 2011 wieder um 5 Prozent gestiegen und hat mittlerweile einen Anteil am Gesamtumsatz von fast 15 Prozent. Das bietet für das stationäre Sortiment viel Geschäfts-Potenzial, das derzeit aber noch rund die Hälfte der Buchhandlungen verschenkt.
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In Thüringen hat sich seit der Wende eine vielseitige und sehr lebendige Verlagslandschaft herausgebildet. Um den Thüringer Verlagen eine Plattform für den Kontakt zum Buchhandel, den Bibliotheken und dem Lesepublikum zu schaffen, aber auch um eine Plattform für den Kontakt und die Vernetzung untereinander zu etablieren, fanden am 9. und 10. September 2011 im Volkshaus Jena erstmals mit großzügiger Unterstützung des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Technologie und Arbeit und mit gutem Erfolg die ersten Thüringer Buch-Tage statt, die 2012 am 14. und 15. September im Volksbad Jena fortgeführt werden.
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Welche Auswirkungen hatte die Weimarer Republik auf den Buchhandel? Wie war das Verlagswesen organisiert? Und welche Einflüsse sind gegenwärtig noch verblieben? Diese und andere Fragen beantwortet der zweite Teilband „Geschichte des deutschen Buchhandels im 19. und 20. Jahrhundert (Band 2) – Die Weimarer Republik 1918-1933 (Teil 2)“, der von der Historischen Kommission des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels und einem Autorenteam um Prof. Dr. Ernst Fischer und Prof. Dr. Stephan Füssel herausgegeben wird. Der Titel erscheint im Verlag De Gruyter und ist ab dem 13. Juli 2012 im Buchhandel erhältlich. Der zweite Teilband zur Weimarer Republik enthält zahlreiche Abbildungen, Tabellen und Statistiken, darüber hinaus ein Gesamtregister für beide Teilbände.
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Die 25 besten Vorleserinnen und Vorleser aus ganz Deutschland traten heute beim Finale des 53. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main gegeneinander an. Jetzt stehen die Sieger fest: In der Gruppe A (Haupt- und Mittelschulen u.a.) gewann Monique Roszak (12 Jahre) von der Sekundarschule Bad Schmiedeberg den Bundesentscheid, Josephine Martz (11 Jahre) vom Gymnasium Eppendorf in Hamburg wurde Siegerin in der Gruppe B (Gymnasien, Realschulen u.a.). Rund 620.000 Schülerinnen und Schüler aus 7.500 Schulen haben in diesem Jahr am Vorlesewettbewerb teilgenommen und aus ihren Lieb-lingsbüchern vorgelesen. Nach den schulinternen Vorrunden im Herbst und Winter fanden bis Ende Mai rund 650 Regionalwettbewerbe auf Stadt-, Kreis-, Bezirks- und Landesebene statt.
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Als herausragende Stimmen der gegenwärtigen Erzählliteratur in deutscher Erstübersetzung hat die Jury folgende sechs Titel für die Shortlist des Internationalen Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt 2012 ausgewählt. Deutschsprachige Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hatten 140 Titel eingereicht, deren Originalausgaben aus über 50 Ländern stammen und aus 30 Sprachen ins Deutsche übersetzt wurden. Die Jury zur Shortlist 2012: „Die nominierten Romane eröffnen einen Blick auf die Welterfahrung im 21. Jahrhundert. Kein panoramaartiger Blick dominiert, sondern die Lust am Fabulieren und das Montieren unterschiedlicher Erfahrungsschichten. Sie bringen Unschärferelationen und Phantastisches zurück in die Bild- und Erzählwelten einer selbstbewussten Literatur.“
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Für das Lesen begeistern und Wissen verbreiten – darum geht es am 23. April 2012 beim „Welttag des Buches und des Urheberrechts“, den die UNESCO 1995 initiiert hat. In Deutschland koordinieren der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und die Stiftung Lesen die zahlreichen Aktionen rund um den Welttag des Buches. „Der Welttag erinnert daran, wie wichtig das Buch auch in Zeiten des Internets ist. Informationen werden kürzer und immer schneller konsumiert“, sagt Dr. Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission. „Aber Information ist nicht Verstehen. Nur Bücher schaffen den Raum, den man braucht, um Abstand zu gewinnen und zugleich tiefer in Dinge einzudringen.“ „Bücher vermitteln und bewahren Wissen. Sie sind unverzichtbar für die Entwicklung der Gesellschaft und deren Ideale. Mit dem Welttag des Buches unterstreichen wir diesen Gedanken und feiern das Lesen, die Bücher und die Autoren“, sagt Prof. Dr. Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.
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Die Leipziger Jugend-Literatur-Jury präsentierte auf der Leipziger Buchmesse ihre persönliche Hitliste der sechs Jugendbuch-Favoriten. Empfohlen wurden Jugendbücher aus der Produktion des Jahres 2011, die inhaltlich, optisch oder in punkto Sprache oder Spannung überzeugen konnten. Die Jury, die aus 18 lesebegeisterten Jugendlichen im Alter von 13 bis 18 Jahren besteht, trifft sich monatlich, um sich über aktuelle Literatur auszutauschen und zu diskutieren. Mehr als 80 Titel werden innerhalb eines Jahres gelesen und herausgefunden, ob dieser Lesestoff für Gleichaltrige zu empfehlen ist. Die Entscheidung, welche Bücher auf die Favoritenliste kommen, ist nun getroffen. Die diesjährigen Favoriten sind:
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Der Kinderbuchautor und Illustrator Ingo Siegner ist Lesekünstler des Jahres 2012. Begeisterung für das Lesen wecken, fesselnd erzählen und das Publikum einbeziehen: Darum geht es bei der Auszeichnung, die die Arbeitsgemeinschaft Leseförderung des Sortimenter-Ausschusses im Börsenverein des Deutschen Buchhandels auf der Leipziger Buchmesse an den besten Vorleser unter den Kinder- und Jugendbuch-Autoren vergibt. „Die Wahl Ingo Siegners zum Lesekünstler des Jahres durch den Buchhandel war eine eindeutige Entscheidung. Viele Kolleginnen und Kollegen waren besonders begeistert von seiner Fähigkeit, sich gerade auf kleine Zuhörer einzustellen. Sein voller Einsatz als Vorleser - und auch als Illustrator -, seine verbindliche, professionelle Zusammenarbeit mit dem Sortiment und nicht zuletzt sein freundliches Auftreten, das beweist, dass man auch bei großem Erfolg sympathisch bleiben kann, machen Ingo Siegner zum perfekten Lesekünstler 2012“, sagt Irmgard Clausen, Vorsitzende der AG Leseförderung und der Jury.
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