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"Persönlichkeiten, nicht Prinzipien bringen die Zeit in Bewegung."

Oscar Wilde
 

Andreas Dresen ist neuer Stiftungsratsvorsitzender der DEFA-Stiftung

Der Potsdamer Regisseur Andreas Dresen ist neuer Vorsitzender des Stiftungsrates der DEFA-Stiftung. Er ist vom Stiftungsrat am 7. Mai 2013 einstimmig gewählt worden, so die Stiftung. Ralf Schenk, Vorstand der DEFA-Stiftung, begrüßt die Wahl Dresens als "vorzügliche Chance, sehr eng mit einem Filmemacher zusammenarbeiten zu können, in dessen Arbeiten die besten Traditionen der DEFA aufgehoben sind und der dem neuen deutschen Kino immer wieder kräftige Impulse verleiht".

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Alfred-Döblin-Preis 2013 an Saša Stanišić

Der Schriftsteller Saša Stanišić erhält den Alfred-Döblin-Preis 2013. Der Preisträger wurde unter sechs
Autoren ausgewählt, die sich am heutigen Samstag in Werkstatt-Lesungen im Literarischen Colloquium
Berlin der Diskussion stellten. Die Preisverleihung findet 5. Mai in der Akademie der Künste, Pariser Platz, statt. Saša Stanišić liest aus dem ausgezeichneten Manuskript „Anna“. Frauke Meyer-Gosau hält die Laudatio. Dazu spricht der letzte Preisträger, Jan Peter Bremer, zu Alfred Döblin und über sein eigenes Schreiben. Ingo Schulze wird begrüßen. Der diesjährigen Jury gehörten die Kritikerin und Redakteurin Frauke Meyer-Gosau, der Literaturkritiker Jörg Magenau sowie der Autor Michael Lentz an. Ihre Entscheidung begründete die Jury wie folgt: „Mit seinem Romanprojekt Anna überzeugt Saša Stanišić als leidenschaftlicher Erzähler, der mit aufgefundenen Stoffen aus Archiven der Provinz eine Welt entstehen lässt, die für Mythen, Alltagsgeschichten, Legenden und Fabeln gleichermaßen durchlässig ist. So porträtiert er auf charmante, tiefgründige und komische Weise ein fiktives Dorf in der Uckermark.“

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"Kontrapunkt" - Festival vergibt Auszeichnungen an Produktion der Schaubühne Berlin

Erneut wird eine Produktion der Schaubühne mit dem Jury-Preis des polnischen Theaterfestivals "Kontrapunkt" geehrt. Die Produktion "Notizen aus der Küche" von Rodrigo García in der Realisation von Patrick Wengenroth erhält Auszeichnung für die "überraschende Vorstellung, die Philosophisches mit Kulinarischem kombiniert", so die Jury in ihrer Begründung. Zusätzlich erhält Lucy Wirth, Ensemble-Mitglied der Schaubühne, für ihre Rolle in dieser Inszenierung einen Preis für ihre "energievolle und humoristische Interpretation einer jungen Frau". Die Bühnen- und Kostümbildnerin Magda Willi wird für ihre "intelligente und kreative Art, durch die Raumgestaltung die Handlung zu unterstreichen", ebenfalls für ihre Arbeit an "Notizen aus der Küche" geehrt.  Das renommierte "Kontrapunkt" - Festival wurde in diesem Jahr zum 46. Mal von der Stadt Stettin veranstaltet. Seit 2007 ist im Programm ein Berliner Tag enthalten. Die polnischen Festivalbesucher reisen nach Berlin, um dort einen Einblick in die aktuelle Theaterlandschaft zu erhalten. Teil dieser Reise war in diesem Jahr auch ein Vorstellungsbesuch von "Notizen aus der Küche" in der Schaubühne.

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Der Leipziger Wissenschaftspreis 2013 geht an Prof. Dr. Dan Diner

Mit einem Festakt im Alten Rathaus zu Leipzig am 12. April ist der Leipziger Wissenschaftspreis an Prof. Dr. Dan Diner, Direktor des Simon-Dubnow-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig, Professor für Moderne Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem und Ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig verliehen worden. "Der Preis – der regelmäßig von der Stadt Leipzig, der Universität Leipzig und von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig verliehen wird – prämiert jeweils eine Arbeit, die höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen genügt und Leipzigs Ruf als Stadt der Wissenschaften mit einer national und international gewichtigen Forschungs- und Bildungslandschaft festigt", so der Präsident der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Prof. Dr. Pirmin Stekeler-Weithofer, über die Auswahlkriterien zum Leipziger Wissenschaftspreis. Mit Dan Diner wird ein international führender Wissenschaftler ausgezeichnet, der Leipzig zu einem weltweit bedeutenden Zentrum zur Erforschung der jüdischen Geschichte gemacht hat. Prof. Dr. med. Beate A. Schücking, Rektorin der Universität Leipzig, sagte in ihrer Laudatio: "Professor Dan Diner wird für die Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur ausgezeichnet. Und dafür, dass er sich für Leipzig als Wissenschaftsstandort in beeindruckender Weise eingesetzt hat. Das von ihm an der Universität Leipzig aufgebaute Simon-Dubnow-Institut ist ohne Zweifel ein Leuchtturm. Es dürfte andernorts in Deutschland kaum ein geisteswissenschaftliches Institut mit dieser Strahlkraft und diesem internationalen Vernetzungsgrad geben. Dank seines Direktors nimmt das Institut auch weltweit einen exzeptionellen Status ein. Dan Diner hat Leipzig mit seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit zu einer zentralen Relaisstation für die geisteswissenschaftliche Spitzenforschung zwischen Deutschland und Israel gemacht."

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Tobias Wellemeyer bleibt bis 2018 Intendant des Hans Otto Theaters Potsdam

Nach Mitteilung des Theaters bleibt Tobias Wellemeyer über seine erste Amtszeit hinaus Intendant des Hans Otto Theaters Potsdam. Oberbürgermeister Jann Jakobs gab auf der Kuratoriumssitzung des Theaters am 20.02.2013 die Vertragsverlängerung um weitere vier Jahre bis Ende der Spielzeit 2017/18 bekannt. „Ich freue mich, dass es gelungen ist, Tobias Wellemeyer in Potsdam zu halten. Er
ist ein engagierter Intendant, der neue Impulse in das Theatergeschehen der Landeshauptstadt
gebracht hat. Das können wir auch in Zukunft, in der es darum geht, das Theater weiter zu
stabilisieren, gut gebrauchen.“, so Jann Jakobs. Seit 2009 leitet Tobias Wellemeyer das Hans Otto Theater, sein Vertrag war mit einer Laufzeit von fünf Jahren zunächst bis Juli 2014 geschlossen worden. „Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem strahlkräftigen Potsdamer Schauspielerensemble bis zum Ende der Spielzeit 2017/2018 in Potsdam künstlerisch weiterzuarbeiten. Wir möchten auch in den kommenden Jahren einen attraktiv gemixten, abwechslungsreichen Spielplan für unsere wachsende und im Wandel begriffene Landeshauptstadt unterbreiten. Mit der Vertragsverlängerung bis 2018 verfügen wir über ein gutes Zeitfenster dafür.“, sagte Tobias Wellemeyer.

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Der Heiner-Carow-Preis 2013 geht an Angela Christlieb für "Naked Opera"

Die DEFA-Stiftung hat am 14.02.2013 auf den 63. Internationalen Filmfestspielen Berlin 2013 den Heiner-Carow-Preis in Höhe von 5.000,- Euro an Angela Christlieb für ihren Dokumentarfilm "Naked Opera" verliehen. Aus der Jurybegründung: "Heiner Carows Filme sind unbequem, aufmüpfig, gesellschaftskritisch, und sie sind emotional. Seine Geschichten rütteln an den Grundpfeilern der Gesellschaft, weil er von Menschen erzählt, die an deren Rand gedrängt, die unterprivilegiert, schwach oder außerhalb der Norm sind. Marc Rollinger, der Protagonist in Angela Christliebs Film, "Naked Opera", ist nicht unterprivilegiert oder schwach, doch fällt auch er durch Leidenschaft und Krankheit aus der Norm. Und obwohl er ganz cool, scheinbar unnahbar und berechnend in den Film eintritt, gelingt es der Regisseurin behutsam seine Verletzbarkeit aufzudecken. "Naked Opera" ist ein sehr schöner, ein sehr künstlerischer Film, der Marc Rollinger quer durch Europa, von seiner Heimat Luxembourg nach Venedig, nach Wien und Berlin, auf den Spuren von Mozarts "Don Giovanni" oder der jeweils neusten Produktion der Oper, begleitet. Marc interpretiert "Don Giovanni" als Teil seiner Lebensphilosophie, und Angela Christlieb vermag es eindrucksvoll dem Zuschauer diesen Zusammenhang aufzuzeigen. Thematisch zu Marcs Kommentaren sind die Opernausschnitte in den Film eingefügt, um somit Marcs Geschichte auf einer anderen Ebene weiterzuerzählen. Die Einbeziehung der Oper, aber auch einiger inszenierter Elemente heben "Naked Opera" über den üblichen Dokumentarfilm hinaus, machen ihn etwas ganz Besonderes und unbedingt Sehenswertes."

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Heinrich-Mann-Preis 2013 an Robert Menasse

Der Heinrich-Mann-Preis der Akademie der Künste geht in diesem Jahr an den Romancier und Essayisten Robert Menasse. Diese Wahl trafen die Juroren Thomas Assheuer, Akademie-Mitglied Norbert Miller und Uwe Kolbe, der Preisträger des letzten Jahres, so die Akademie. In der Jury-Begründung heißt es: „Robert Menasse ist zugleich Philosoph und Schriftsteller, doch zum Glück wissen wir nicht, in welcher Reihenfolge. Als Philosoph will er die Welt als Ganzes denken; als Schriftsteller weiß er nur zu gut, dass dies eine Illusion ist. Aus dieser Spannung lebt sein Werk. Menasse hat sein Denken an der deutschen Geistes- und Literaturgeschichte trainiert, an Kant, Hegel und Marx, besonders immer wieder an Hegel: Unter diesem Dreigestirn zeichnet er große Epochenbilder und beschreibt mit spekulativer Leidenschaft lange historische Linien. Sie führen aus der blutigen Vergangenheit, die wir vergessen haben, in eine Zukunft, die noch niemand kennt. So beschreibt Menasses Roman ‚Die Vertreibung aus der Hölle’ die europäische Geschichte von der Inquisition bis zur Gegenwart, und wie in all seinen Romanen ist der Anspruch ein historischer. Auch der politische Intellektuelle und Essayist Robert Menasse ist jemand, der unbeirrt und mit freiem Geist über den Gang und den Untergang der Epochen spekuliert. Er ist ein Aufklärer von altem Schlag, er nimmt keinerlei Rücksichten, erst recht nicht auf die Aufgeklärten.“

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Traurige Jahresbilanz: 88 Journalisten und 47 Blogger getötet

88 Journalisten sowie 47 Blogger und Bürgerjournalisten, mehr als je zuvor, wurden 2012 bei ihrer Arbeit getötet, das geht aus der aktuellen Jahresbilanz der Organisation "Reporter ohne Grenzen" hervor. "Zu den enorm hohen Opferzahlen haben vor allem der Syrien-Konflikt, die Gewalt der Taliban in Pakistan und der Bürgerkrieg in Somalia beigetragen", sagte ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske in Berlin. Die Bürgerkriegsländer Syrien und Somalia, das von den Taliban und Stammesrivalitäten destabilisierte Pakistan sowie Mexiko und Brasilien, wo Drogenkartelle und Banden die Staatsmacht herausfordern, gehörten 2012 zu den gefährlichsten Orten für Journalisten.

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Eran Schaerf erhält den Käthe-Kollwitz-Preis 2013 der Akademie der Künste

Mit dem Preis würdigt die Akademie der Künste ein international herausragendes Werk, das in stets neuartigen Werkprozessen mit unterschiedlichen Materialien und Medien die Grenzen sozio-kultureller Systeme auslotet. Das Wissen um die Rolle medialer Kommunikationssysteme in einer globalisierten Welt sowie deren Raum- und Zeitbezüge sind die relevanten Faktoren in Eran Schaerfs künstlerischem Koordinatensystem. Der Jury gehörten die Mitglieder der Sektion Bildende Kunst Heinz Emigholz, Hubertus von Amelunxen und Ulrich Erben an. Der Preis wird am 20. September 2013 verliehen. Eine auf den Ausstellungsort fokussierte Auswahl von aktuellen Werken des Künstlers in der Akademie der Künste, Hanseatenweg, schließt daran an. Eran Schaerf wurde 1962 in Tel Aviv-Jaffa geboren. Er lebt und arbeitet seit 1985 in Berlin. Nach seinem Studium der Architektur an O.R.T. in Givatayim (IL) und an der Hochschule der Künste, Berlin, übernahm er eine Professur an der Hochschule der Bildenden Künste in Hamburg und lehrt derzeit an der Zürcher Hochschule der Künste. Der Künstler erhielt u.a. Auszeichnungen und Stipendien der Akademie der Künste, Berlin (1999), des Landes Baden-Württemberg (1999) und der Deutschen Akademie der darstellenden Künste für das Hörspiel des Jahres 2002. Seine Arbeiten wurden u.a. auf der 54. Venedig Biennale (2011), den Skulptur Projekte Münster (2007) und auf der Manifesta 2 in Luxemburg (1998) gezeigt.

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